STEINKAUZ
Der Steinkauz ist eine Art der abwechslungsreichen, offenen Kulturlandschaft mit ausreichend Nisthöhlen, Sitzwarten und Bereichen mit ganzjährig kurzer Vegetation. Bis in die 60er Jahre hat der Steinkauz verbreitet in den klimabegünstigten Tieflagen wie z.B. im Eferdinger Becken – und hier besonders im Siedlungsbereich – gebrütet. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft, durch Flurbereinigungsmaßnahmen, oder auch durch fehlende alte Dorflinden oder Feldstadel, ging ein Großteil der Lebensräume für den Steinkauz verloren. In Oberösterreich waren zu Projektbeginn im Jahre 2000 Steinkäuze nur mehr in der Umgebung von Ried i.d. Riedmark und in Alkoven bekannt.
Aufgrund jahrelanger intensiver Bemühungen gibt es aktuell drei große Verbreitungsgebiete
- im Unteren Mühlviertel (Bezirke Perg, Urfahr-Umgebung),
- Oberösterreich-Mitte mit dem Eferdinger Becken als Kerngebiet
- und im östlichen Innviertel bzw. westlichen Hausruckviertel,
die allmählich zusammenwachsen.
Um den Bestand rund um das Eferdinger Becken kümmern sich seit Jahren Mitglieder der Naturschutzgruppe Haibach durch das Anbringen von Nisthilfen und die Pflanzung bzw. Reaktivierung von Streuobstwiesen.
Durch ein Förderprogramm, das in Zusammenarbeit mit der OÖ Naturschutzabteilung entwickelt wurde, sollen steinkauzgerechte Biotope (zumeist Streuobstwiesen) erhalten werden. Der Steinkauzbestand konnte sich dadurch in Oberösterreich Mitte von seinem Tiefststand von einem Brutpaar im Jahr 2000 auf derzeit 31 Steinkauzpaare mit beinahe 90 Jungkäuzen erholen.






















