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Die rechtsufrigen, südexponierten Flächen des Donaudamms im Eferdinger Becken zwischen der Brandstatt und dem Kraftwerk Ottensheim wurden bis vor etwa 15 Jahren als zweimahdige Wiesen bewirtschaftet. Durch die Verwendung von feinsandigem Material als Deckschicht bei der Ausbildung der Dämme sowie der Südexposition dieser Flächen bildeten sich hier zum Teil sehr trockene Furchenschwingelböschungen aus. Pflanzenarten, die zuvor auf Sandtrockenrasen im Gebiet vorkamen, fanden hier nach der Regulierung der Donau einen Ersatzlebensraum. Nach Aufgabe der Mahd war über die Jahre eine zunehmende Verbrachung und Einwanderung von Kanadischen Goldruten zu beobachten.
Im Jahre 2004 wurden von Mitgliedern der Naturschutzgruppe Haibach erstmals wieder kleinere Flächen gemäht. Die ersten Versuche zeigten, dass die Goldruten mit einer einmaligen Mahd zum Blühzeitpunkt langfristig zurückgedrängt werden können, worauf sich die Naturschutzgruppe Haibach entschloss, die Flächen zu pachten und künftig wieder zu bewirtschaften.
Die Ergebnisse sind sehr erfreulich, so konnten in den Wiesen eine Reihe von in Oberösterreich vom Aussterben bedrohter oder stark gefährdeter Arten wie Gewöhnliche Natternzunge, Sandveilchen, Dichtblütige Mücken-Händelwurz, Kamm-Hundswurz, Sumpf-Ständelwurz und Früh-Segge festgestellt werden.

Mähen der Donaudammflächen
Mähen der Donaudammflächen
Mähen der Donaudammflächen
Gemeine Sichelschrecke
Kamm Hundswurz
Helm Knabenkraut
Gewöhnliche Natternzunge