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Die Abtrennung der Nebengewässer vom Hauptstrom der Donau im Zuge der Donauregulierung sowie der späteren Kraftwerkserrichtung bei Ottensheim führte zu einer Absenkung des Grundwasserspiegels sowie der Ausschaltung von Hochwasserereignissen im Eferdinger Becken. In Folge verlandete der überwiegende Teil der Augewässer bzw. ehemalige Altarme der Donau fielen trocken, was zu einer drastischen Abnahme wertvoller Feuchtlebensräume im Eferdinger Becken führte.

Mitglieder der Naturschutzgruppe Haibach begannen im Jahr 2000, unterstützt durch die  Naturschutzabteilung des Landes OÖ, mit Erhebungen der Amphibienbestände im Eferdinger Becken. Die Ergebnisse waren mit gesamt noch 12 Amphibienarten im Gebiet erfreulich, es zeigte sich aber auch gleichzeitig, dass manche Arten wie Knoblauchkröte, Wechselkröte und Kammmolch ohne entsprechende Maßnahmen akut vor dem Verschwinden im Gebiet bedroht sind. Schutzmaßnahmen wurden in Form einer Neuanlage von Gewässern, großteils durch Eintiefen trockengefallener Gräben oder dem Ausräumen verschlammter, verlandeter Gräben durchgeführt. Dadurch konnte sich beispielsweise der Laubfroschbestand im Eferdinger Becken seit Beginn des Projektes verdoppeln.

Der Verlust von Feuchtlebensräumen trifft natürlich nicht ausschließlich Amphibien, die gerne als Zeigerarten herangezogen werden. Die verbliebenen Gewässer bieten noch eine große Bandbreite ökologischer Vielfalt unserer Stillgewässer und sind damit als genetische Reservoirs höchst wertvoll. In den angelegten Gewässern konnten auch bedrohte Arten wie der Schlammpeitzger, Froschbiss, Buckelwasserlinse nachgewiesen oder der für Oberösterreich als verschollen angegebene Wasserfenchel wieder gefunden werden.

Feldkirchner Au
Hartkirchen-Moos
Laubfrösche
Wechselkröte